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Quellen / Schwinden von Holz

Wenn die Holzfeuchte nicht an den Verwendungszweck und damit auch an die in der Umgebung vorliegende Luftfeuchtigkeit angepasst wurde, kann dies zum Quellen oder Schwinden des Holzes führen. Hierbei nimmt das Holz die Feuchtigkeit auf oder gibt sie ab. Des Weiteren unterscheidet man nach den Richtungen:

Faserrichtung → längs → geringe Ausdehnung oder Zusammenziehen
Holzstrahlrichtung → radial → 10-20 mal größere Veränderung als bei der Faserrichtung
Jahrringrichtung → tangential → 15-30 mal größere Veränderung als bei Faserrichtung

Quellen / Schwinden von Holz

Je nach späterem Verwendungszweck muss eine bestimmte Endfeuchte durch Trocknung erzeugt werden. Bei falsch gewählter Feuchte kann es zu Rissen, Verformungen und ähnlichen Schäden kommen. Ab 20 % Holzfeuchte besteht die Gefahr von Pilzbefall. Die kann allerdings durch Maßnahmen verhindert werden.

Das Verhältnis beträgt hierbei 1:10:17. Jede Holzart hat unterschiedliche Quell- und Schwindverhalten. Zum Beispiel quillt Kiefer in Jahresring- und Holzstrahlrichtung wesentlich weniger als Buche

In der Praxis interessiert allerdings mehr das differentielle Schwindmaß, welches durch Klimaschwankungen hervorgerufen wird, als das maximale Maß. Es gibt an, um wie viel Prozent sich die Holzgröße bei einer um 1 % erhöhten oder verringerten Holzfeuchte verändert.

Bei europäischen Nadelhölzern rechnet man mit einem Schwindmaß von 0,24 % als Mittelwert aus tangential und radial, weil genaue tangentiale Veränderungen nicht vorhersehbar sind.

Holzart Jahrring Holzstrahl Faser
Fichte 0,33 0,16 0,01
Kiefer 0,29 0,17 0,01
Eiche 0,35 0,20 0,01
Buche 0,45 0,22 0,013

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